Ernährungsanpassung bei Störungen der Darmflora im Zusammenhang mit Lektinen (Glykosesirup)

Die Anpassung der Ernährung bei Darmflorastörungen ist eine der wichtigsten Grundlagen im Therapiekontinuum. Alleine irgendwelche Bakterien (Probiotika) zuzuführen bringt in den meisten Fällen nur kurzfristige Symptomverbesserungen.

Für eine gründliche Darmsanierung sollten folgende Richtlinien beachtet werden

  1. Bei einer Darmdysbiose sind Nahrungsmittel zu meiden welche die bakterielle Flora stören wie raffinierter Zucker und zu viel Süssigkeiten. Ebenfalls dazu gehören Antibiotika und psychischer Stress.
  2. Bei Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten ist die Karenz (Verzicht) einzuhalten.
  3. Eine Pilzbelastung im Darm sollte therapeutisch behandelt werden und erfordert eine spezielle Diät.
  4. Bei Fäulnisprozessen im Darm soll eine rein vegane Ernährung über den nötigen Zeitraum durchgeführt werden. Es sollen also jegliche tierische Eiweisse gemieden werden.
  5. Bei Gärungsprozessen im Darm sind langkettige Kohlenhydrate zu meiden. Dazu gehören Getreide aber auch Rohkost.
  6. Wenn ein Enzymmangel, wie bei einer Laktose- oder Fructoseintoleranz, vorliegt, muss die Ernährung entsprechend angepasst werden.
  7. Bei einer Histaminintoleranz müssen alle histaminhaltigen Lebensmittel eingeschränkt werden.
  8. Zusätzlich sollten die Lektine (Glykosesirup) reduziert werden da diese den Darmschleim schädigen.

Zum letzten Punkt sind folgende Hinweise dienlich:

Nahrungsmittel mit hohem Lektin- , Glucose- und Glykosesirup-Gehalt, sofern bei den Zutaten der Nahrungsmittel diese Stoffe aufgeführt sind, sollen mit Vorteil gemieden werden. Dazu gehören:

  • Babynahrung (inklusive HA-Präparate)
  • Backfertigmischungen
  • Bonbons
  • Fertigcappucino
  • Fertiggerichte, viele
  • Fertigpudding
  • Fruchtsäfte (fast alle)
  • Fruchtschnitten
  • Frühstückscerealien
  • Gelatinesüssigkeiten
  • Geléefrüchte
  • Glacées
  • Glucosesirup
  • Glykosesirup
  • Honig (wenn Bienen mit Glucosesirup gefüttert wurden – ist nicht deklariert, kann ausgetestet werden)
  • Knuspermüesli
  • Knusperschnitten
  • Knuspriges (alles)
  • Konfitüre
  • Joghurt mit Knusperzusätzen
  • Kompott
  • Kuchengüsse
  • Kuhmilchprodukte aus nicht biologischer Produktion (durch Kraftfutter für Kühe)
  • Lakritzen
  • Malzgetränke
  • Marmelade
  • Milchreisprodukte
  • Müeslifertigprodukte
  • Ovomaltine
  • Pralinen, viele
  • Riegel
  • Schokolade emit Füllungen
  • Soja & Produkte (wenn deklariert)
  • Speiseeis
  • Tofu
  • Zwieback

     

    Folgende Lebensmittel enthalten von Natur aus eher viel Lektine und sollen reduziert eingenommen werden

     

  • Mais
  • Soja
  • Weizen


    Achtung: fast alle Fertigprodukten enthalten Lektine als Bindemittel.