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Säure-Base Haushalt

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Stimmt mein Säure-Basen-Haushalt?

Das richtige Verhältnis von Säuren und Basen im Organismus entscheidet, ob wir uns wohl fühlen, leistungsfähig sind und einen gut funktionierenden Stoffwechsel haben. Unser Körper verfügt über sehr empfindliche Regulationssysteme, um das Säure-Basen-Verhältnis in den Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe) und in den Geweben konstant zu halten. Dies geschieht durch die Lungen (Ausatmung von Kohlendioxid (CO2)), durch die Nieren (Ausscheidung von Säuren und Basen), durch die Leber (Umwandlung von Stoffwechselprodukten), durch den Magen (Bildung von Säure und Basen), durch die Haut (Schwitzen) und durch die verschiedenen Puffersysteme. Die Puffer befinden sich im Blut sowie in Flüssigkeiten ausserhalb und innerhalb der Zellen. Alle organischen Gewebe sind daran beteiligt. Eine kurzzeitige Belastung schadet dem Gesunden keineswegs, denn die Puffersysteme sind sehr leistungsfähig. Die Puffersubstanzen sind in der Lage, die Stösse an Säuren und Basen abzufangen. Chemisch betrachtet binden die Puffersubstanzen Säuren bzw. Basen und verhindern eine plötzliche Veränderung zur sauren oder basischen Seite hin.

Der Gesunde braucht sich um sein Säure-Base-Gleichgewicht keine Sorgen zu machen, denn Nieren, Lunge, Leber, Magen, Haut und Puffersysteme erhalten das System. Grundlegend ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Bei stoffwechselkranken Menschen oder Personen mit Lungen-, Leber- oder Nierenstörungen kann eine basenreiche Ernährung zur Unterstützung des Heilprozesses sinnvoll sein.

Säure- und Basengleichgewicht in der Nahrung

Nahrungsmittel können eingeteilt werden in: Säurespender, Basenspender und Basenräuber. Der Körper braucht Säuren und Basen im Verhältnis von 20 : 80. Deshalb sollte bei der Auswahl der Nahrungsmittel auf die richtige Zusammensetzung und deren Mineraliengehalt geachtet werden. Bei der heutigen Ernährung ist diese Zusammenstellung keinesfalls gewährleistet. Die meist verwendeten Nahrungsmittel übersäuern den Körper. Das Verhältnis zeigt sich im Alltag meistens gerade umgekehrt.

Versteckte Säuren in der Nahrung

Die wichtigsten Säuren stammen aus dem Abbau der Eiweisse und des Zellkernmaterials. Diese Aminosäuren und Kernsäuren stammen aus dem Tier- und Pflanzenreich. Die Harnsäure ist das Endprodukt des Eiweiss- und Kernsäureabbaus im Körper. Säuren, die vom Organismus nicht benötigt werden, brauchen basische Substanzen (Kalk, Kalium, Natrium, Magnesium etc.) um den Körper in Form von Harnsalzen verlassen zu können. Stark säurebildende Substanzen enthalten vor allem Fleisch, Fisch und Eier.

Organische Säuren in der Nahrung

Diese Säuren haben einen komplett anderen Stoffwechsel im Körper als die versteckten Säuren. Frucht- oder Milchsäure sind zwar geschmacklich sehr sauer, werden im Körper aber zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut und tragen so zu keiner Übersäuerung des Körpers bei. Organische Säuren werden in Lebensmitteln meist von Mineralstoffen begleitet, die ebenfalls die Neutralisation unterstützen. Als Beispiel reagiert im Körper sogar eine Zitrone basisch, und nicht sauer.

Basen in der Nahrung

Die basenüberschüssigen Nahrungsmittel enthalten Mineralbasen. Dies sind Sauerstoffverbindungen diverser Elemente wie Aluminium,  Kalium, Eisen, Calcium, Kupfer, Natrium etc. Basenüberschüsse werden vom Körper ausgeschieden, ohne dass sie neutralisiert werden müssen. Darunter sind generell Früchte und Gemüse zu verstehen. Nahrungsmittel biologischen Ursprungs enthalten mehr basische Mineralien.

Basenräuber

Basenräuber sind Nahrungsmittel, die keine Säuren zuführen, aber durch das Fehlen von Basenelementen trotzdem versäuernd wirken, weil sie im Stoffwechsel Basen verbrauchen. Dadurch ist der Körper gezwungen diese Basen aus seinem Reservoir zu liefern.

Der wichtigste Basenräuber ist der raffinierte Zucker. Er wirkt zu 97% versäuernd, das bedeutet, dass der Körper riesige Mengen an Basen liefern muss. Auch Weissmehl, ebenfalls gehärtete, raffinierte Fette und Oele gehören zu den grössten Basenräubern.

Basenspender

Die Kartoffel enthält nebst grossen Mengen Calcium auch viel Kalium und ist deshalb ein idealer Basenspender. Wichtig ist jedoch die richtige, schonende Zubereitung. Auch der Anbau spielt eine grosse Rolle, da heute die Böden vielfach mit Pestiziden belastet oder ausgelaugt und entsprechend arm an Nährstoffen sind. Fast alle Gemüse und Früchte liefern dem Körper wertvolle Basen.

Verlangen sie in der Drogerie eine Liste, auf welcher die Säure- und Basenwerte fast aller Lebensmittel ersichtlich sind.

Krankheiten durch Uebersäuerung

Sehr viele verschiedene Krankheiten können auf eine Übersäuerung (Acidität) des Körpers zurückgeführt werden. Die Acidose kann alle Körperteile betreffen und es werden verschiedene Schadensarten ausgelöst. Bei fast allen Stoffwechselerkrankungen stimmt auch das Säure-Base-Gleichgewicht nicht.

Mineralstoffverlust:

Dadurch entsteht eine Schwächung und Funktionsminderung aller Gewebe und Organe. Poröser Knochenbau (Osteoporose), trockene Haut, kariesanfällige Zähne, brüchige Nägel und Haare, geschwächte Schleimhäute in den Atemwegen und dadurch erhöhte Infektionsgefahr sind mögliche Folgen

Agressivität der Säuren:

Diese schädigt Organe und Gewebe, vor allem die Ausscheidungsorgane. Mögliche Folgen: Brennen beim Wasserlassen, Kleinstschäden im Harnbereich mit Neigung zu Infektionen, anale Entzündungen, säurehaltiger Schweiss, der die Haut reizt oder Bindehautentzündungen.

Verschlackung der Gewebe und Organe :

Die Säuren werden mit Mineralien aus dem Körper neutralisiert und bilden Neutralisationsschlacken. Diese Schlacken werden in Muskeln, Gewebe oder Gelenken in Form von Gries oder Stein abgelagert.

Erkrankungen des Bewegungsapparates:

Da Knochen bei einer Acidität viele basische Mineralien abgeben, leidet  der Bewegungsapparat auch stark unter den möglichen Folgen wie Rheuma, Arthritis, Arthrose, Ischias, Bandscheibenschäden und Osteoporose.

Verstopfung ist eine weitere sehr häufige Folge der Uebersäuerung des Körpers!

Während basenbildende Lebensmittel Gärungsvorgänge im Darm auslösen, sind es bei den Säurebildern die Fäulnisvorgänge, die angeregt werden. Folge: Aufstossen, Magenbrennen, Blähungen, Unwohlsein, Kopfweh oder Migräneanfälle.

Wie misst man eine Körperübersäuerung ?

Das Blut ist im Unterschied zum Urin wegen der Puffersysteme keinen starken pH-Schwankungen unterworfen. Wenn es unter pathologischen Bedingungen zu einer starken Anhäufung von Säuren oder Basen im Blut kommt, kann ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten. Der Säuregehalt im Urin schwankt in Abhängigkeit von der Nahrung, der Psyche, der Bewegung, der Einnahme von stark wirkenden Medikamenten und der Tageszeit. Parallel zur Leberaktivität werden in der zweiten Nachthälfte in der Regel mehr Säuren ausgeschieden. Die übliche Messung des Urin-pH erfolgt mit Universalindikatorpapier (z.B. Allsan). Gesunde Werte sind morgens zwischen pH 6.2 – 6.8 und abends zwischen pH 6.8 – 7.4. Verlangen sie in der Drogerie entsprechende Teststreifen.

Zur Überprüfung der Pfufferkapizität des Blutes können Messungen des Mundspeichels Auskunft geben. Diese Werte sind eher noch wichtiger als jene des Urins. Verlangen Sie in meiner Praxis die dazu nötige Anleitung und Auswertung.

Therapie einer latenten Azidose

Gesundheitliche Störungen wie Rheuma, Verstopfung, Infektionsanfälligkeit etc., die auf einer Azidose beruhen, können ohne positive Beeinflussung des Säure-Basen-Haushaltes nicht bekämpft werden.

Zuerst muss ein Säure– Basen – Profil des Patienten erstellt werden. Der Urin – pH wird über mindestens 9 Tage gemessen und die Werte notiert. Die einfachen Messungen können zu Hause von jedem selber durchgeführt werden. Eine detaillierte Messung wird mittels Urinproben im Labor bestimmt.

Nach der Auswertung folgt eine Therapieempfehlung mit den richtigen Nahrungs- und Bewegungsmassnahmen. Das Entsäuern des Organismus kann unter Umständen vorübergehend Schmerzen in Muskeln und Gelenken (Heilkrisen) verursachen. Bei stärkeren Schmerzen hilft Wärme. Die Einnahme von Schmerzmittel sollte vermieden werden, da sonst der Ausscheidungsprozess negativ beeinflusst wird. Während der Entsäuerungsphase sollte nur mässig Sport getrieben werden.

Detaillierte Therapieempfehlungen erhalten sie in meiner Praxis. Passende Produkte können sie bioenergetisch austesten lassen. So vermeiden sie Einnahme von, bei Ihnen unwirksamer, Präparate.  

 

 

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Stand: Dezember 2019